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Internationalität ist bunt!

Überblick

Am Erasmus+ Projekt "Internationalität ist bunt!" nehmen drei Schulen aus drei verschiedenen Ländern teil:

  1. Instituto de Educación Secundaria Al-Andalus (IES) aus Spanien,
  2. FILEKPAIDEYTIKI ETAIRIA ARSAKEIA TOSITSIA SCHOLEIA ARSAKEIO GYMNASIO IOANNINON aus Griechenland
  3. Leipzig International School (LIS) aus Deutschland. Letztere ist für die Projektkoordination verantwortlich.

Die drei Schulen sind zwar sehr unterschiedlich, aber befinden sich gleichzeitig in drei europäischen Ländern, die, grob gesagt, eine gemeinsame politische und historische Entwicklung haben.

Was die Unterschiede betrifft, so ist die Schule in Almunecar eine staatliche Schule mit hauptsächlich spanischen Schülern im Alter von 12 bis 18 Jahren. Die  Schule in Griechenland ist eine private Mittelschule mit Schülern im Alter von 12 bis 14 Jahren und mit einer geringen Anzahl von Schülern, während die LIS - obwohl auch eine Privatschule - eine recht große Anzahl von Schülern hat, von denen viele verschiedene Nationalitäten haben. Obwohl diese Schulen weit voneinander entfernt liegen, teilen sie viele der Herausforderungen, mit denen Nationen in ganz Europa konfrontiert sind, wenn es darum geht, eine europäische Denkweise zu entwickeln.

Almunecar liegt am Mittelmeer, gegenüber von Marokko, von wo aus viele Menschen vom afrikanischen Kontinent auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Europa einwandern. Aufgrund der geografischen Lage Griechenlands hat der Zustrom von Migranten aus dem Nahen Osten und darüber hinaus viele Fragen aufgeworfen. Deutschland hat eine Politik der offenen Arme für Asylbewerber, eine Praxis, die in letzter Zeit in Frage gestellt wurde.
Hinzu kommt, dass diese drei Länder auch einen groben gemeinsamen politischen und historischen Hintergrund haben. Spanien litt unter der Diktatur Francos, Griechenland unter der Herrschaft der Generalsjunta und Ostdeutschland, wo Leipzig liegt, unter der Herrschaft der kommunistischen SED. Aufgrund dieser autoritären Regime müssen die Menschen in diesen drei Ländern schnell lernen, nach den Regeln der Demokratie zu spielen, die Ansichten der anderen zu respektieren und sich gleichzeitig den aktuellen europaweiten Herausforderungen wie Immigration und Radikalisierung zu stellen.

Die Zielgruppe der Schüler ist zwischen 12 und 18 Jahren alt. Als Teil des Hauptinhalts des Projekts werden die Teilnehmer über den Einfluss der griechisch-römisch demokratischen Traditionen bei der Lösung von Problemen durch Dialog lernen. Diese Traditionen haben unsere heutigen Regierungssysteme beeinflusst. Die Herrschaft der Mehrheit soll aus der Perspektive der Minderheiten analysiert und bewertet werden. Mit anderen Worten: Die Entscheidungen einer Mehrheitsherrschaft sollten die Rechte von Minderheiten und Individuen schützen, wenn die Grundrechte aller Menschen gewahrt werden sollen und Unterdrückung vermieden werden soll. Selbstverständlich sollen die in der EU-Charta und den nationalen Verfassungen verankerten Menschenrechte den Einzelnen unabhängig von seiner politischen Einstellung, seinem Glauben, seiner ethnischen Zugehörigkeit oder seiner sexuellen Orientierung schützen.

Die Kompetenzen, die im Rahmen der oben genannten Themen gefördert werden, sind einfühlsames Zuhören, Teamarbeit und der Umgang mit neuen Situationen. In Diskussionsgruppen werden sich die Schüler mit kritischem Denken beschäftigen und verschiedene Ansätze bewerten. Sie debattieren mit ihren Partnerschülern und entwickeln so ihre englischen Sprachkenntnisse. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer den Standort der anderen kennen und schätzen die eigene und andere kulturelle Vielfalt. Schüler und Lehrer werden gleichermaßen davon profitieren, etwas über kulturelles Erbe und Vielfalt zu lernen.

Das Ergebnis dieser zweijährigen Partnerschaft wird ein Handbuch und Arbeitsblätter für jede Schule zum Thema "Internationalität ist bunt" sein. Das Handbuch und die Arbeitsblätter werden fächerübergreifend im Unterricht der teilnehmenden Schulen eingesetzt. In diesen Dokumenten werden Nachweise über die durchgeführten Aktivitäten und deren Ergebnisse gesammelt. Die gemeinsame Sprache zwischen den Schulen wird Englisch sein.


Kontakt

T: +49 341 39377 500
F: +49 341 39377900 500


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