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Trinkwasserknappheit! Achtung!

Überblick

Im Erasmus+ Projekt "Trinkwasserknappheit! Achtung!" könnten die beiden Schulen nicht unterschiedlicher sein: Die eine in Almuñécar, Andalusien, in heißem und trockenem Klima und einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Die andere in einer Region mit viel gestautem Wasser und historisch industriell geprägt, die Stadt Leipzig, Deutschland.
Das Thema stieß auf das Interesse der Schüler, mehr über den Klimawandel und den Klimaschutz zu erfahren, nicht zuletzt aufgrund der "Fridays for Future"-Bewegung ist das Thema Klimawandel für die junge Generation von großer Bedeutung.  Das Projektteam in beiden Schulen bestand aus Lehrern der folgenden Fächer: Fremdsprachen, Geschichte, IKT und Geografie. Die Zielgruppe waren SchülerInnen der Sekundarstufe im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Eine von Trinkwasserknappheit betroffene Region in Andalusien

Im Haupteil des Projekts wurde den Teilnehmern die Bedeutung der Zusammenhänge im Wasserkreislauf in der Natur in Abhängigkeit vom Klima und dem Einfluss der Menschen in der von Süßwasserknappheit betroffenen Region in Andalusien verdeutlicht. Mit Hilfe von themenbezogenen Aktivitäten galt es, die wichtigsten Ursachen der Wasserknappheit zu erforschen. Die Teilnehmer erarbeiteten Aktivitäten, die sich mit neuen Begriffen und wissenschaftlichen Zusammenhängen im Bereich Süßwasserknappheit, Wasserfußabdruck und verschmutztem Süßwasser, Süßwasserbiotopen und Flüssen als Lebensadern, Wasserkreisläufen, Leben in wasserbelasteten Gebieten, Kräften des Wassers und Grundwasser befassten.

Leipzig - eine Region mit gestautem Wasser und historisch industriell geprägt

In Leipzig konnten die Schüler eine historisch und geographisch widersprüchliche Situation erleben. Hier ging es um das bewusste Erleben und Kennenlernen einer Landschaft, die im 20. Jahrhundert stark durch den Braunkohleabbau geprägt wurde und sich nun als Nachfolgelandschaft des Bergbaus stark verändert. Ausgehend von einem Blick in die Vergangenheit des Bergbaus wurden die Wasserversorgungsanlagen in der Region und die renaturierten Landschaften untersucht. Lehrer und Schüler setzten sich mit aktuellen Herausforderungen im Veränderungsprozess der Region auseinander.

Die Ergebnisse

Ein Ergebnis dieser 2-jährigen Partnerschaft war die Erstellung eines Begleitheftes und von Arbeitsblättern für jede Schule. Darüber hinaus wurden Präsentationen, Berichte, kurze Videos von Aktivitäten sowie Fotodokumentationen von wichtigen Beobachtungen der Projektarbeit erstellt. Beides, Broschüre und Arbeitsblätter, können fächerübergreifend im Schulunterricht der beteiligten Schulen eingesetzt werden. Die abschließende Broschüre sammelte alle Berichte über die Aktivitäten und weitere Informationen in englischer Sprache als Online-Ausgabe und Ordner zum schnellen Nachschlagen. Die Förderung von naturwissenschaftlichen Kompetenzen und Sprachkenntnissen war den beiden Schulen ein Anliegen und ein sehr wichtiger Aspekt der Schulentwicklung. Wir konzentrierten uns auf fächerübergreifendes Lernen und integrierten das Lernen eines bestimmten Inhalts mit dem Üben einer Fremdsprache.

Der fächerübergreifende Ansatz

Beide Schulen etablierten mehr fächerübergreifende Projekte im Lehrplan. In Diskussionsgruppen brachten wir die Schüler dazu, kritisch zu denken und verschiedene Ansätze zu evaluieren. Sie lernten Debatten kennen und verbesserten so ihre Sprachkenntnisse. Außerdem lernten die Teilnehmer den Standort des jeweils anderen kennen und schätzten die kulturelle Vielfalt. Schüler und Lehrer profitierten gleichermaßen, da sie mehr über das kulturelle Erbe der beiden Länder erfuhren. Die Teilnehmer erwarben und vertieften ihre Fähigkeiten zum lebenslangen Lernen durch das Lernen an außerschulischen Lernorten. Die Analyse der verschiedenen Ergebnisse half den Schülern, die europäische und internationale Tragweite des Themas zu erkennen.

Gleichzeitig erlernten die Schüler Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens in einem transnationalen Kontext und erweiterten so ihre Kompetenzen in einem sich ständig verändernden Arbeitsumfeld. Im Rahmen unserer Partnerschaftsaktivitäten haben wir weitere pädagogische Interaktionen zwischen Lehrern, Schülern und Eltern geplant, um einen Beirat zu gründen, der die Jugendlichen der Leipzig International School und der Almuñécar Secondary School dabei unterstützen soll, in naher Zukunft zu reisen, um mehr über unser europäisches Kulturerbe zu erfahren. Leider konnten die für 2020 geplanten Austauschfahrten und die abschließenden wissenschaftlichen Seminare ab Februar 2020 aufgrund der Pandemie nicht stattfinden.


Alle Aktivitäten können im Bericht zu diesem Austauschprogramm hier im Detail nachgelesen werden.

 

 

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